Wir wollten ursprünglich als Kontrast zu den Alpakas Classic Lamas. Doch beim direkten Vergleich wurde uns schnell klar, dass für uns nur Wooly Lamas in Frage kommen. Wir haben übrigens wie auch bei den Alpakas nur Hengste und keine Stuten. Für uns ist das Trekking wichtiger als die Zucht und daher haben wir uns für Hengste entschieden. Sie sind zudem auch bedeutend günstiger...
Wie bereits erwähnt unterscheidet man bei den Lamas zwei verschiedene Typen, das wenig bewollte Lama (Classic Lama) ist ein grossrahmiges hochbeiniges Tier mit lang gezogenem Rücken und eher grossem Kopf, über seinem Rumpf liegt das Wollkleid wie eine Decke, am Hals dünnt der Behang aus. Kopf und Beine bleiben ohne lange Haare. Das stark bewollte Lama (Wooly Lama) besitzt einen dichten langen Behang, der auch Teile von Stirn und Beine bedeckt. Sie sind meist etwas kleiner als das wenig bewollte Lama. Beide Typen haben leicht bis markant geschwungene Ohren. Lamas werden ca. 100-120 cm gross und wiegen ca. 120-180 kg. Die Tragzeit beträgt zwischen 11-12 Monate. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 20 Jahren.
Herkunft Die Urkameliden stammten aus Nordamerika. Im Verlauf der Zeit ist ein Teil der Urkameliden über Mittel- nach Südamerika gewandert, woraus sich die Gattung der südamerikanischen Kleinkamele oder Neuweltkameliden entwickelt hat. Die Wildformen dieser Gattungen sind das Guanako und das Vikunja. Aufgrund archäologischer Ausgrabungen belegen fossile Funde, dass Guanakos und Vikunjas schon 10'000-5'000 Jahre v. Chr. jagdlich genutzt wurden. Die Indios des südamerikanischen Andengebirges domestizierten die Wildformen der Neuweltkameliden. Aus dem Guanako züchteten sie gezielt grossrahmige, robuste und willige Lamas, die als Fleischlieferant und als Lastenträger genutzt wurden. Bei entsprechendem Training können sie eine Last von bis zu 20% ihres Körpergewichtes tragen.
Faszination Lamas begeistern Gross und Klein durch ihre edle Erscheinung, ihre neugierige Art und ihr ruhiges Wesen. Sie bereiten Freude als Hobby-, Zucht-, Therapie-, Trekking- oder landwirtschaftliches Nutztier. In Südamerika kommt das Lama auch als „Hirtenlama“ zur Bewachung von Schafherden zum Einsatz. Wandert die zu bewachende Herde, so übernimmt das Lama die Führung, wandert zwischen der Herde oder übernimmt die Schlusslicht-Funktion. Naht die Gefahr natürlicher Feinde wie Puma oder Kojote, stösst das Lama einen Alarmschrei aus, um die Schafherde zu warnen und läuft direkt auf den Angreifer zu. Es versucht ihn mit Spucken und Treten in die Flucht zu schlagen. Spucken ist ein Ausdruck der Rangordnung. Lamas spucken nur gezielt auf Menschen, wenn sie sich bedroht fühlen. Wir selbst konnten bis heute noch keine Spuck-Attacke auf einen Menschen beobachten. Lamas kommunizieren untereinander durch eine Art Summen und ihre Körperhaltung, speziell die der Ohren und die des Schwanzes.
Quelle: www.vlas.ch
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